Im Interview: René Meyer

René Meyer spielt schon in seinem zweiten Jahr für die Phantoms und ist sowohl auf dem Platz, als auch außerhalb des Training eine große Bereicherung für das Team. Egal welche Aufgabe erledigt werden muss: Auf ihn ist Verlass! Und das ist auch gut so, denn als Center muss er sowohl die Defensive Line unter Kontrolle halten, als auch einen gezielten Snap zum Quarterback anbringen, um den Spielzug zu starten.

Nikolaj Marx: Meine erste Frage an dich ist die Selbe, wie auch an alle anderen Spieler: Wie bist du eigentlich zum Football gekommen?

René Meyer: Ja zum Football bin ich gekommen, über unseren damaligen D-Liner Björn [Arndt]. Der Björn hat mich damals auf der Reichen Zeche bei einer Studentenveranstaltung angesprochen, ob ich nicht Bock hätte Football zu spielen und mir einen Flyer in die Hand gedrückt. Und tatsächlich hab ich schon in Braunschweig überlegt anzufangen, aber da ist nie was draus geworden. Nach dem Umzug dachte ich, es wird mal Zeit nen neuen Sport anzufangen und ja: Hier bin ich!

NM: Und wir sind alle sehr glücklich darüber. Und was gibt es beim Football, dass dich persönlich gecatcht hat, sodass du nach den ersten paar Probetrainings dabei geblieben bist?

RM: Also ich fand die Unterstützung geil, die ich im Team erfahren habe. Ich damals als absoluter Bewegungslegastheniker, habe 8 Jahre fast keinen Sport gemacht und ich wurde vom Team hochgepusht. „Ja René das schafftst du. Mach weiter, mach weiter! Einen noch! Komm gib Gas!“ Ja und da hat man sich natürlich sofort aufgenommen gefühlt.

NM: Ich finde es auch immer sehr schön zu beobachten, wie bei uns im Team wirklich jeder mitgezogen wird.
Angefangen hast du ja vor zwei Jahren. Da hast du ja bereits einiges erlebt. Was würdest du sagen ist das schönste, aufregendste, erinnerungswürdigste Erlebnis was du mit diesem Sport verbindest?

RM: Tatsächlich das letzte Spiel gegen die Vogtland Rebels. Das war das erste mal, dass ich wirklich richtig Football gespielt habe. Das war so geil. Das war ein so ausgeglichenes Spiel. Man hat es auch in den Gesichtern der Gegner gesehen, das halt allen richtig Spaß gemacht. Das war bist jetzt mein Highlight-Spiel.

NM: Auf jeden Fall. Die Vogtland Rebels sind schon ein ordentlicher Gegner. Auch wenn jetzt leider das Rückspiel ausgefallen ist aufgrund von Spielermangel am Gameday. Was ist deine Meinung zu dieser ganzen Geschichte?

RM: Ja also ich würde sagen, es war die beste Entscheidung, die wir hätten treffen können. Mit Personalmangel zu spielen ist der Sache nicht zuträglich. Wir hätten schon irgendwie antreten können, aber das wäre nicht sinnvoll gewesen. Das Verletzungsrisiko wäre zu hoch gewesen mit unerfahrenen Leuten auf anderen Positionen, die diese nicht gewohnt sind. Dadurch hätte man auch keine Chance gehabt. So hätte es diese Ausgeglichenheit [vom Hinspiel] nicht gegeben.

René (Nr 71) kurz vor dem Snap.

NM: Nun kannst du ja die beiden letzten Saisons vergleichen. Wie läuft diese Saison so? Was wurde im Vergleich zur letzten verbessert oder woran kann man noch arbeiten?

RM: Diese Saison ist super geil! Der Sprung im Niveau im Vergleich zur letzten ist sehr sehr hoch. Das konnte man alleine schon in den Wittenberg-Spielen sehen, die letzte Saison ja doch nicht so eindeutig waren. Zwar schon eindeutig, aber nicht in dem Maße wie dieses Jahr. Generell würde ich sagen, dass wir noch ein wenig an unserer Offense arbeiten müssen. Das alles runder läuft, die Timings besser stimmen und dann sollte auch schon alles klappen. Die Defense muss ich auch mal loben: Top Arbeit mit den ganzen Zu-Null-Siegen! Die Tabelle spricht nur dafür.

NM: Defnitiv! Dann sind wir auch schon fast durch. Eine letzte Frage noch: Bei dir stand es ja in den letzten Tagen und Wochen auf der Kippe, wie lange du uns noch begleiten wirst. Was kannst du denn dazu so sagen?

RM: [lacht] Ja, dazu kann ich nur sagen, dass es die Leute zwar nichts angeht, aber ich definitv euch ein Jahr länger an der Backe klebe. Ich freu mich darauf Jungs!

NM: Da freuen wir uns auch alle sehr drauf. Gut, dann war es das auch schon wieder. Ich bedanke mich ganz herzlich und auf ein weiteres Jahr!

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