Im Interview: Johannes Lehmann

Johannes Lehmann begleitet die Phantoms schon seit langem. Während er zu Beginn noch Bälle fangen musste, steht er nun auf der anderen Seite des Platzes und sorgt als Safety dafür, dass es sich die Gegner nun 2 mal überlegen, ob sie in die Endzone wollen. Gelegentlich punktet er aber sogar selbst. Wie zuletzt am 23.06.2019 als er gegen die Saalfeld Titans eine Interception in einen Touchdown verwandelte.

Nikolaj Marx: Hi Johannes. Danke das du dir Zeit genommen hast. Also meine erste Frage wäre, wie du denn überhaupt zum Football gekommen bist.

Johannes Lehmann: Also ich habe damals mit Tischtennis aufgehört, wollte eine Mannschaftssportart machen und da hat mich der Marc [Chilot], der auch hier spielt, gefragt ob ich nicht Bock auf Football hätte. Die Phantoms hatten sich damals hier neu gegründet und da hab ich gesagt ‚Ja klar, probier ich mal aus!‘. Und seitdem bin ich, seit 2016, mit dabei.

NM: Und da ist dann natürlich gleich die nächste Frage, warum du denn überhaupt dabei geblieben bist. Was macht Football für dich zu so einem besonderen Sport, den du gerne ausübst?

JL: Also ich hab vorher Tischtennis und Schwimmen auf Leistungsport Ebene gemacht und wollte einen Sport haben, wo man sich richtig auspowert und da ist Football am ehesten geeignet. Wir machen das hier ja als Breitensportart, aber es ist trotzdem so intensiv, dass man sich verausgaben kann. Und natürlich auch der Mannschaftsaspekt: Das sind alles coole Jungs und es gibt keinen mit dem ich mich nicht verstehe. Ja das sind so die beiden Hauptgründe, warum ich das gerne mache.

NM: Du hattest ja gesagt, dass du Football jetzt schon seit 2016 spielst. Das sind ja schon 3 Jahre, seit du angefangen hast. Da gibt es doch sicherlich einige Erlebnisse, die du mit dem Football verbindest. Gibt es irgendwas, das heraussticht? Das aufregendste oder erinnerungswürdigste Erlebnis?

Johannes Lehmann läuft dem Gegener davon

JL: Hm… Also ich glaub das erste Spiel bleibt jedem in Erinnerung. Weil man selber natürlich ganz schön nervös ist und auch zum ersten mal richtig die Härte mitbekommt. Das erschreckt am Anfang doch etwas. Also für mich war das schon krass, doch nochmal um einiges härter als im Training. Aber da gewöhnt man sich natürlich dran.
… Und von der Mannschaftsseite her noch die Weihnachtsfeiern. [lacht]

NM: Ja die Weihnachtsfeiern sind schon immer etwas Besonderes.
Das ist ja jetzt die zweite Saison für dich. Wie meinst du hat sich das Team so über die Saison entwickelt? Es sind ja jetzt einige neue Spieler dazu gekommen über den Winter.

JL: Ja die ganzen neuen Leute, die finden so langsam auch immer mehr und mehr ihren Platz und wurden gut integriert. Ich denke mal, was unser großer Vor- aber auch Nachteil ist, ist, dass wir in einer Universitätsstadt zu Hause sind und wir dadurch viele Studenten haben und unglaublich jung aufgestellt sind. Gerade wenn man sich die Defense anguckt, sind eigentlich kaum Leute über 23, sodass wir halt noch sehr agil sind und halt schnell spielen können. Aber was halt so bisschen der Nachteil ist, ist halt, dass die Spieler auch schnell wieder weggehen und noch etwas die Erfahrung fehlt. Aber ich habe das Gefühl, wir werden immer besser, immer erfahrener und gehen auch immer ruhiger in die Spiele.

NM: In zwei Wochen geht es ja dann gegen Vogtland, wo die Möglichkeit besteht, die Tabellenführung zurückzuerobern. Glaubst du das ist realistisch?

JL: Also ich glaube das es realistisch ist, dass man das schaffen kann, zeigt das letzte Spiel. Das war ja unglaublich eng. Aber genauso realistisch ist es, dass die Vogtland Rebels gewinnen. Von daher wird es wieder sehr eng, sehr spannend. Da muss man einfach schauen, wie man an dem Tag so drauf ist, was funktioniert und was nicht. Und dann wird das hoffentlich zu unseren Gunsten ausgehen.

NM: Ja dann nochmal vielen Dank. Dann sehen wir uns auf jeden Fall beim Spiel. Und alle die den Johannes auch mal live sehen wollen, können dann gerne vorbeikommen. Am 07.07.2019 gehts hier in Freiberg wieder um 15 Uhr los [Platz der Einheit, Chemnitzer Str. 137, Einlass ab 14 Uhr].

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